🏁 10-km-Projekt · Ziel: 20.06. · ca. 75 Minuten

RoadTo10k

Franzi, diese Seite zeigt dir deine Entwicklung und gibt dir eine Wissensdatenbank, auf die du jederzeit zurĂŒckgreifen kannst. Du siehst, was du schon geschafft hast, warum die Einheiten sinnvoll sind und wie du dich mental und körperlich auf den 10-km-Lauf vorbereitest.

Dokumentierte LĂ€ufe10
Gesamtdistanz56.2 km
Gesamtzeit7h 54min
LĂ€ngste Einheit57:46

Deine Entwicklung auf einen Blick

Was man klar erkennt

  • Du lĂ€ufst inzwischen regelmĂ€ĂŸig ĂŒber 50 Minuten.
  • Du kannst lockere, lange und schnelle Einheiten unterscheiden.
  • Deine schnelleren Abschnitte liegen bereits nĂ€her an der spĂ€teren Wettkampfpace.
  • Ohne Kinderwagen wirkst du sichtbar ökonomischer und kontrollierter.
  • Du hast deine ersten Intervallblöcke geschafft.

Alle LĂ€ufe – filterbar & sortierbar

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DatumWocheTitelPlanErgebnisRPEDetails

Prognose fĂŒrs Rennen

Wenn du dich weiter strikt an den Plan hĂ€ltst, ist das realistische Ziel: 10 km kontrolliert finishen – etwa im Bereich 75 bis 82 Minuten.

Die 75 Minuten sind möglich, wenn der Renntag gut lĂ€uft: ruhiger Start, keine Magenprobleme, moderate Temperaturen, gute Energieversorgung und mentale Kontrolle. Der wichtigste Faktor wird nicht „schneller werden“, sondern konstant bleiben.

  • 0–2 km: bewusst ruhig, RPE 4–5.
  • 3–7 km: Rhythmus finden, RPE 5–6.
  • 8–10 km: nur steigern, wenn du noch Kontrolle hast.

Race Day: 1 Tag vor der Periode

Der Wettkampf liegt voraussichtlich einen Tag vor Beginn deiner Periode – also in einer Phase, in der sich Laufen oft schwerer anfĂŒhlen kann. Das kann bedeuten: höheres WĂ€rmeempfinden, mehr Hunger, mehr innere Unruhe, schwerere Beine, sensibleren Magen oder weniger mentale Leichtigkeit.

Wichtig: Das heißt nicht, dass du schlechter vorbereitet bist. Es bedeutet nur, dass dein Körper an diesem Tag wahrscheinlich etwas mehr Management braucht.

  • Plane den Renntag nicht als perfekten Tag, sondern als kontrollierbaren Tag.
  • Erwarte nicht, dass sich die ersten Kilometer leicht anfĂŒhlen mĂŒssen.
  • Bewerte dich nach Umsetzung: ruhig starten, trinken, dranbleiben, nicht panisch werden.
  • Startsatz: „Ich muss mich nicht perfekt fĂŒhlen, um stark zu finishen.“

Meilensteine, die du schon erreicht hast

1. RegelmĂ€ĂŸigkeit aufgebaut

Du hast mehrere Wochen Training in den Alltag integriert – trotz Familie, Reise, Kinderwagen und begrenzten Zeitfenstern.

2. LĂ€ngere Belastungen toleriert

Von rund 46 Minuten bis fast 58 Minuten: Deine Ausdauerbasis wÀchst.

3. Erste Intervalle geschafft

Du weißt jetzt, dass schnelle Abschnitte machbar sind und wieder enden.

4. Wettkampfvertrauen entsteht

Besonders der Lauf ohne Kinderwagen zeigt: Im Rennen kann sich Laufen deutlich freier und leichter anfĂŒhlen.

Wissensdatenbank

Franzi, dieser Bereich ist deine kleine Lauf-Bibliothek. Du musst nicht alles auswendig wissen. Nutze ihn wie ein Nachschlagewerk: vor einer Einheit, nach einem schlechten Lauf, vor dem Race Day oder wenn du verstehen willst, warum etwas im Training passiert.

Die wichtigste Grundregel: Training ist nicht nur „schneller werden“. Training ist ein Zusammenspiel aus Belastung, Erholung, ErnĂ€hrung, Zyklus, Alltag und mentaler Sicherheit.

Trainingsarten

Easy Run

Der Easy Run ist der wichtigste Lauf fĂŒr deine Basis. Er soll sich bewusst locker anfĂŒhlen. Wenn du danach denkst „ich hĂ€tte noch weiterlaufen können“, war er wahrscheinlich genau richtig.

  • IntensitĂ€t: RPE 4–5
  • GefĂŒhl: Du kannst noch sprechen.
  • Ziel: Grundlagenausdauer, Routine, Belastbarkeit.
  • Nicht das Ziel: Pace beweisen oder möglichst schnell laufen.

Easy Runs verbessern deine FĂ€higkeit, Sauerstoff zu nutzen, Energie effizient bereitzustellen und regelmĂ€ĂŸig zu trainieren, ohne dich jedes Mal zu erschöpfen.

Merksatz: Easy fĂŒhlt sich manchmal „zu leicht“ an – genau deshalb wirkt es.

Long Run

Der Long Run bereitet dich am direktesten auf die 10 km vor, weil er deinem Körper zeigt: „Ich kann lange unterwegs sein.“ Entscheidend ist nicht die Geschwindigkeit, sondern die Zeit unter Belastung.

  • IntensitĂ€t: RPE 4–5
  • Ziel: Ausdauer, Geduld, Energieeinteilung.
  • Wirkung: bessere ErmĂŒdungsresistenz.
  • Mentale Funktion: Vertrauen aufbauen.

Der Long Run soll nicht wie ein Wettkampf wirken. Wenn du ihn zu schnell lÀufst, wird er zwar kurzfristig beeindruckender, aber langfristig riskanter.

Merksatz: Beim Long Run trainierst du nicht HĂ€rte, sondern Gelassenheit.

Intervalltraining

Intervalle sind kurze, schnellere Abschnitte mit lockerer Erholung dazwischen. Sie bringen deinem Körper bei, mit höherer Belastung umzugehen und danach wieder runterzufahren.

  • IntensitĂ€t: meist RPE 6, nicht All-out.
  • GefĂŒhl: anstrengend, aber kontrollierbar.
  • Ziel: Laufökonomie, TempogefĂŒhl, mentale StĂ€rke.
  • Wichtig: Du solltest nicht völlig zerstört enden.

Bei dir sind Intervalle besonders wertvoll, weil sie dir zeigen: schnellere Abschnitte sind unangenehm, aber begrenzt. Sie gehen vorbei.

Merksatz: Intervalle sind Training, kein Test.

Wie du erkennst, ob eine Einheit gut war

  • Easy Run: Du warst locker, gleichmĂ€ĂŸig und nicht erschöpft.
  • Long Run: Du bist geduldig geblieben und hast nicht zu frĂŒh beschleunigt.
  • Intervall: Die schnellen Abschnitte waren spĂŒrbar, aber kontrolliert.
  • Guter Lauf allgemein: Du hast die Aufgabe erfĂŒllt – nicht zwangslĂ€ufig eine schnelle Pace erzielt.

Laufen fĂŒr Frauen & Zyklus

WĂ€hrend der Periode

In den ersten Tagen der Periode können Energie, Stimmung, Schlaf und BauchgefĂŒhl schwanken. Manche LĂ€uferinnen fĂŒhlen sich ĂŒberraschend gut, andere deutlich eingeschrĂ€nkt.

  • RPE wichtiger als Pace.
  • Lockeres Laufen kann helfen, muss aber nicht erzwungen werden.
  • Bei KrĂ€mpfen, starker MĂŒdigkeit oder schlechtem Schlaf: Einheit reduzieren.
  • Kein schlechtes Gewissen bei Anpassungen.

Nach der Periode

Nach der Periode fĂŒhlen sich viele Frauen wieder leichter, belastbarer und mental stabiler. Diese Phase eignet sich oft gut fĂŒr QualitĂ€tseinheiten.

  • Tempo kann sich natĂŒrlicher anfĂŒhlen.
  • Intervalle oder progressive LĂ€ufe können gut funktionieren.
  • Trotzdem gilt: kontrolliert bleiben, nicht ĂŒberpacen.

Vor der Periode

Die Tage vor der Periode können die gefĂŒhlte Belastung erhöhen. Das Rennen liegt voraussichtlich genau in dieser sensiblen Phase.

  • mehr WĂ€rmeempfinden möglich
  • mehr Hunger oder Cravings möglich
  • schwerere Beine möglich
  • sensiblerer Magen möglich
  • höhere emotionale ReaktivitĂ€t möglich

Das ist keine Ausrede und keine SchwÀche. Es ist ein realistischer Teil deiner Rennplanung.

Mentale Vorbereitung: Race Day 1 Tag vor der Periode

Der wichtigste mentale Schritt ist: Du erwartest nicht, dass sich der Renntag perfekt anfĂŒhlt. Wenn du schon vorher weißt, dass sich dein Körper schwerer anfĂŒhlen kann, wirst du am Start nicht ĂŒberrascht oder verunsichert.

  • Vorab-Plan: „Die ersten 2 km dĂŒrfen sich zĂ€h anfĂŒhlen. Ich bleibe ruhig.“
  • Bewertung Ă€ndern: Nicht „fĂŒhlt sich schwer an = ich bin schlecht“, sondern „fĂŒhlt sich schwer an = ich brauche Geduld“.
  • Start kontrollieren: Nicht gegen das KörpergefĂŒhl anrennen.
  • Versorgung ernst nehmen: Carbs, FlĂŒssigkeit und Salz können wichtiger sein als sonst.
  • Fokus-Satz: „Ich laufe nicht gegen meinen Körper, ich arbeite mit ihm.“

Ziel ist nicht, die Zyklusphase wegzudenken. Ziel ist, vorbereitet zu sein und trotzdem sicher zu finishen.

Fueling & Post Run Shake

Vor dem Lauf

Vor einem Lauf braucht dein Körper vor allem gut verfĂŒgbare Energie. Besonders vor Intervallen oder langen LĂ€ufen solltest du nicht zu hungrig starten.

  • 2–3 Stunden vorher: normale Mahlzeit mit Kohlenhydraten + etwas Protein.
  • 30–60 Minuten vorher: kleine, leichte Carb-Quelle.
  • Gute Optionen: Banane, Toast mit Honig, kleine Haferportion, Dattel.
  • Eher vorsichtig: große Milchmengen, sehr fettige Speisen, sehr ballaststoffreiche Mahlzeiten kurz vorher.

Wenn Stillen kurz vor dem Lauf Hunger auslöst: lieber klein und leicht nachlegen, statt mit leerem Tank loszulaufen.

Fueling fĂŒr Frauen

Frauen profitieren besonders davon, EnergieverfĂŒgbarkeit ernst zu nehmen. Zu wenig Energie kann Training schwerer machen und Recovery verschlechtern. In Stillzeit und vor der Periode gilt das noch stĂ€rker.

  • Kein aggressives Kaloriendefizit rund um harte Einheiten.
  • Vor Long Runs und Intervallen Kohlenhydrate einplanen.
  • Bei WĂ€rme: FlĂŒssigkeit + Elektrolyte ĂŒberlegen.
  • In der spĂ€ten Zyklusphase können Hunger und WĂ€rmeempfinden steigen.
  • Nichts Neues am Race Day testen.

Merksatz: Gut versorgt laufen ist kein „Cheat“, sondern TrainingsqualitĂ€t.

Post Run Shake

Nach dem Lauf geht es darum, dem Körper schnell Baustoffe und Energie zurĂŒckzugeben. Besonders nach Intervallen oder lĂ€ngeren LĂ€ufen kann ein Shake praktisch sein.

  • Protein: z. B. Joghurt, Skyr, Proteinpulver oder Milch.
  • Carbs: Banane, Datteln, Haferflocken, Beeren.
  • FlĂŒssigkeit: Milch, Pflanzendrink oder Wasser.
  • Optional: Prise Salz bei WĂ€rme oder starkem Schwitzen.

Danach darf trotzdem eine richtige Mahlzeit folgen. Der Shake ersetzt nicht zwingend Essen – er ĂŒberbrĂŒckt Recovery.

Praktische Vor-dem-Lauf-Formel

Wenn der Lauf in 60 Minuten startet:

  • kleine Portion Carbs
  • wenig Fett
  • wenig Ballaststoffe
  • keine Experimente
  • Wasser in kleinen Schlucken

RPE – Bedeutung fĂŒrs Training

RPE bedeutet „Rate of Perceived Exertion“ – also wie anstrengend sich eine Einheit subjektiv anfĂŒhlt. Da du aktuell ohne Pulsgurt trainierst, ist RPE der wichtigste Steuerungsmarker.

  • RPE 3–4 → sehr locker, Recovery, du kannst problemlos reden.
  • RPE 4–5 → Grundlagenlauf, kontrolliert, stabil, angenehm fordernd.
  • RPE 6 → zĂŒgig, kurze SĂ€tze möglich, Intervallbereich.
  • RPE 7 → hart, nur kurzzeitig und selten nötig.
  • RPE 8–10 → fĂŒr dieses Projekt aktuell nicht notwendig.

RPE schĂŒtzt dich davor, an schwierigen Tagen zu viel zu machen. Hitze, Schlafmangel, Stillen, Stress, Kinderwagen oder Zyklus können dieselbe Pace deutlich hĂ€rter machen.

Merksatz: Die richtige IntensitÀt ist die, die zur Aufgabe des Tages passt.

Recovery & Anpassung

Training setzt nur den Reiz. StÀrker wirst du in der Erholung. Deshalb sind Schlaf, Essen, Hydration und Pausen Teil des Trainingsplans.

  • Ein ausgelassener Lauf zerstört keinen Plan.
  • Überlastung entsteht oft durch „Nachholen wollen“.
  • Nach harten Einheiten darf der nĂ€chste Lauf bewusst locker sein.
  • Familienalltag zĂ€hlt als Belastung mit.

Wenn du mĂŒde bist, ist die beste Anpassung oft nicht „hĂ€rter kĂ€mpfen“, sondern intelligenter laufen.

Stillzeit & Training

Stillzeit ist eine zusĂ€tzliche körperliche Belastung. Training darf in dieser Phase funktionieren, aber es braucht mehr Aufmerksamkeit fĂŒr Energie, FlĂŒssigkeit, Schlaf und Tagesform.

  • Energie: Vor und nach dem Lauf bewusst essen, besonders bei lĂ€ngeren oder schnelleren Einheiten.
  • FlĂŒssigkeit: Durst ernst nehmen und rund ums Stillen sowie Training regelmĂ€ĂŸig trinken.
  • Brustkomfort: Ein gut sitzender Sport-BH und ein passender Zeitpunkt nach dem Stillen können das Laufen angenehmer machen.
  • IntensitĂ€t: RPE ist wichtiger als Pace, weil Schlaf, Stillen und Alltag die Belastung deutlich verĂ€ndern können.
  • Anpassung: Bei ungewohnter Erschöpfung, Schmerzen, Schwindel oder starkem DruckgefĂŒhl lieber reduzieren und bei Bedarf medizinisch abklĂ€ren.

Merksatz: In der Stillzeit ist gut versorgt laufen kein Extra, sondern Teil des Trainings.

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